Krimi-Lesung beim Hausfrauenbund

IKZ-Online vom 16.11.2022
IKZ-Online vom 16.11.2022

Lesung in der Ebbergkirche, Hemer

Mögen Sie Pralinen?

Von Hartmut Becker
Hemer,
IKZ-E-Paper

Mögen Sie Pralinen? Wenn ja, sollten sie die kleinen verführerischen Naschereien bei einer Krimilesung mit Rudi Müllenbach dankend ablehnen, wenn ihnen der Autor welche anbieten sollte. Oder um es mit Tom Hanks im Film „Forrest Gump“ zu sagen: „Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiß nie, was man bekommt“. Im jüngsten Fall des Bottroper Hauptkommissars Bitze sind die Köstlichkeiten präpariert – tödlich präpariert. Es war wieder einmal ein Abend, der mehr Publikum verdient hätte. Die Lesung mit dem Letmather Autor bildete den Auftakt zu einer „Krimi-Trilogie“, denn am Freitag, 23. September, liest Birgit Schmidt um 19.30 Uhr aus ihren Werken und am Freitag, 30. September, besucht um 19.30 Uhr im Rahmen der Stadtkirchenarbeit der Autor Jürgen Banscherus die Ebbergkirche und lädt alle Jugendliche ab 12 Jahre zu einem spannenden Krimi-Abend ein.

Doch zurück zu Rudi Müllenbach und seinem Hauptkommissar Bitze. In dem neuen Buch „Fraud – Ein tödlicher Betrug“ haben alle Dreck am Stecken. Von Oma Knupps bis hin zu ihrem Enkel Bert oder einem dubiosen Privatschnüffler: Auf Bitze wartet jede Menge Ermittlungsarbeit. Diesmal fällt es Bitze besonders schwer, denn er muss ohne die Hilfe seiner Lebensgefährtin Ellen Schrader auskommen, die zu einem Auswärtseinsatz nach Hannover abkommandiert wurde. Doch Dank seines Lieblingskollegen Beckbach bringen die beiden Kriminalisten schnell Licht ins Dunkel und decken die üblen Machenschaften der zwielichtigen Gestalten auf.

„Fraud – Ein tödlicher Betrug“ ist der sechste Roman aus der Feder von Rudi Müllenbach. Begonnen hatte alles mit dem Debüt im Jahre 2013, damals hieß es: „Bottrop kocht noch“. Alle Krimis spielen im Ruhrpott – bis auf einen: „Tote Last“ spielt im Kleinwalsertal. Dort wollen Bitze und Ellen Schrader einen Kurzurlaub verbringen, bis in einem Lastaufzug hinauf zur Bühlalpe der Leichnam einer jungen Frau entdeckt wird. Krimilesungen mit Rudi Müllenbach sind stets ein Genuss – sowohl für Fans dieses Genres als auch für Musikfreunde. Denn Rudi Müllenbach ist nicht nur ein begnadeter Autor, sondern auch ein toller Sänger. Vielen ist er sicher als Frontmann der „Paul Meier Kombo“ ein Begriff. Da trifft es sich gut, dass Bitze und Müllenbach Fans der Band „Supertramp“ sind. Wie ein roter Faden ziehen sich die Hits durch die Romane und bilden einen angenehmen Kontrast zu den manchmal blutrünstigen Geschichten.

Normalerweise wird Rudi Müllenbach bei seinen Lesungen von seinem Buddy und Sidekick Dirk Kersting am Klavier begleitet. Doch diesmal musste Kersting absagen, der Familienhund war unpässlich und benötigte Herrchens Pflege. Mit heißer Nadel spielte Kersting noch einige benötigte Klavierpassagen ein und schickte sie Müllenbach per Mail, der sie dann noch schnell in die Playlist einarbeitete. Für seine Lesung in der Ebbergkirche hatte Müllenbach nicht nur Songs von Supertramp, sondern auch von den Tremeloes, Bill Ramsey und den Beatles mitgebracht. Unplugged und nur zum Klavier: einfach traumhaft gefühlvoll.

Müllenbachs Faible für „Supertramp“-Songs beeindruckte auch Roger Hodgson. Bei einem Besuch des ehemaligen Supertramp-Sängers im Sauerlandpark schrieb ihm Hodgson eine ganz besondere Widmung in einen Roman des Letmathers. „Chief Inspector Bitze has good taste in music“ prangt jetzt mit Autogramm auf der Aufschlagseite. „Dafür wurden mir schon 200 Euro geboten“, so Müllenbach, der das Buch wie einen Schatz hütet. Müllenbach hatte dann noch eine Anekdorte parat: „Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat ganz toll Werbung für mein neuestes Werk gemacht, denn ,Fraud‘ ist der englische Begriff für Betrug. Wann immer Tramp im Rahmen der Präsidentenwahl ,Fraud‘ ins Mikro schrie, war es ein weiterer Pluspunkt für mich“.

Augenzwinkernd fügte er an: „Es soll schon Leser gegeben haben, die in die Buchhandlung gekommen sind und nach dem Roman „Frau D.“ gefragt haben. Müllenbach hat sich als Krimiautor längst einen Namen über die Grenzen Iserlohns gemacht. Er ist Mitglied im „Syndikat“, einer Vereinigung der Krimiautoren. Geschichten von ihm sind in der Anthologie „Im Mordfall Iserlohn“ oder „Blutige Lippe“ erschienen. Inzwischen arbeitet Rudi Müllenbach am siebten Roman. Und auch dort wird es sicherlich wie in allen früheren Romanen wieder eine Stelle geben in der es heißt: „Müdigkeit machte sich breit. Im Radio sang Elvis Presley gerade „Love me tender“.

Radiointerview beim Lokalsender Radio MK

Die Sendung lief bei Radio MK am 02.11.2021 und ist im Web unter www.radio-iserlohn.de/Live Radio und
auch in der Mediathek: www. nrwision.de/KulturZeit Iserlohn zu finden!

Bitze übernimmt fünften Fall!

Vorstellung von „Fraud“ Ein tödlicher Betrug
Vorstellung von „Fraud“ Ein tödlicher Betrug
Foto: Alexander Barth / IKZ
Foto: Alexander Barth / IKZ

Warum Rudi Müllenbach 300 Krimis mit der Post bekommen hat ...
Als Mitglied der Jury, die den Friedrich-Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres 2019 verleiht, hat Rudi Müllenbach 300 Krimis zur Beurteilung zugeschickt bekommen.
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Lesung in Nordwalde

Pressenotiz

Ein gelungenes Experiment
Nordwalde - Krimi und Kirchengemeinde – das ist eine Kombination, die funktioniert. Das bewiesen Autor Rudi Müllenbach mit seinem Krimi „Grubenteufel“ die evangelische Kirchengemeinde Nordwalde-Altenberge. Für den musikalischen Part bei der Krimilesung mit Musik war „Sing Tonic“ zuständig. Von Rainer Nix . . .
Lesung aus "Grubenteufel" in Nordwalde
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